„Das Volksbegehren blendet die Auswirkungen auf unsere Landwirte, Obstbauern und Wengerter aus.“
Der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling sowie der CDU Ortsverband Erdmannhausen äußern Kritik am Volksbegehren „Rettet die Bienen“: „Die Erhaltung der Artenvielfalt und der Ökosysteme in unserem Land ist auch für uns von zentraler Bedeutung. Allerdings blendet das Volksbegehren die massiven Auswirkungen auf unsere Landwirte, Obstbauern und Wengerter aus. Werden die Forderungen des Volksbegehrens real, kämpfen viele Landwirte ums Überleben.“
Geht es nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“, so stehen massive Einschnitte in der Landwirtschaft an, die nicht nur den kommerziellen, sondern auch den Bio- und Demeter-Anbau betreffen.
„Landwirte setzen Pflanzenschutzmittel nicht aus Spaß an der Freude ein, sondern weil sie Ernteausfälle verhindern wollen und müssen. Wenn es niemanden mehr gibt, der die Felder bestellt, die Weinreben schneidet oder die Obstwiese pflegt, weil es sich schlicht und ergreifend nicht mehr lohnt, werden wir unsere regionalen Produkte und einzigartige Kulturlandschaft verlieren“, warnt Fabian Gramling. Dabei würden gerade regionale Produkte der Umwelt und dem Klima guttun.
„Nichts ist umweltfreundlicher als die Kartoffel oder der Apfel vom Bauern aus der Region“, ergänzt CDU-Vorsitzende Vanessa Gruber und erklärt weiter: „Wenn das verloren geht, fliegen all unsere Lebensmittel um die halbe Welt, bevor sie in unserer Küche landen. Die Kartoffel kommt dann aus Ägypten und der Apfel aus Chile. Das kann doch nicht unser Ziel sein!“
Fabian Gramling wolle sich deshalb dafür einsetzen, dass existenzbedrohende Regelungen abgewendet werden. „Nachhaltige Politik ist mir schon immer sehr wichtig und natürlich können wir in allen Lebensbereichen noch nachhaltiger werden. Es hilft aber nicht mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Gesellschaft und Politik müssten Maß und Mitte finden“, so Gramling. Dem Insektensterben könne auch mit kommunalen Maßnahmen entgegengewirkt werden, indem beispielsweise mehr Grünflächen für Wildblumenwiesen bereitgestellt werden.
„Landwirtschaft und Naturschutz schließen sich nicht gegenseitig aus. Miteinander reden, diskutieren und Lösungen erarbeiten – das ist unser Ziel ! Schließlich sind wir doch alle für den Insektenschutz. Nur müssen die Forderungen realistisch sein und umgesetzt werden können,“ erklärt Vanessa Gruber und setzt sich für einen fairen und lösungsorientieren Dialog ein.


Die Landwirtschaft ist seit jeher Bestandteil von Erdmannhausen.

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