von Manfred Häffner

Nach einer Studie der Universität Stuttgart können Luftreinigungsgeräte zwar die Ansteckungswahrscheinlichkeit in Klassenräumen, in denen sich eine infektiöse Person aufhält, deutlich senken. Sie haben aber auch Nachteile wie z.B. das Erzeugen von erheblichen Geräuschen und Zugluft. Sie ersetzen regelmäßiges Lüften nicht, da sie Feuchte und CO2 nicht abtransportieren. FFP-2 Masken und regelmäßiges Durchlüften senken die Infektionswahrscheinlichkeit in einem ähnlichem Maße. Nach der Studie können die Luftreinigungsgeräte andere Maßnahmen wie Abstand halten, Hygiene und Maske tragen nicht ersetzen. Sie bieten sich für schlecht belüftbare Räume als kurzfristige unterstützende Maßnahme an. So war es sinngemäß am 9. Juli 2021 in den BNN zu lesen.

Die Studie im Auftrag der Stadt Stuttgart kommt generell zum Ergebnis, dass alles besser ist als geschlossene Fenster. Besonders FFP-2 Masken helfen gut. Begleitmaßnahmen wie Tests, Impfungen, Abstand und Hygienemaßnahmen sind geeignet, die Ansteckungsgefahr zu senken. Die Studie lief über 6 Monate an 10 Schulen und gilt hinsichtlich Aufwand, Untersuchungstiefe und praktischer Erkenntnisgewinnung als aussagekräftig. Demnach wird kein Massenkauf von Luftreinigungsgeräten empfohlen. Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat noch nicht erarbeitet, welche Luftfilter denn überhaupt effektiv sind. Das wird wohl dort auch nicht als deren Aufgabe angesehen. Offen ist, ob das Land Baden-Württemberg überhaupt Empfehlungen ausspricht. Zuvor hatte Ministerpräsident Kretschmann angekündigt, es werde eine Liste erstellt.

Ein intensiver Austausch mit Schulleitung und Elternvertreter hat noch nicht stattgefunden. Nach dem Stand der aktuellen Erkenntnisse erkennen wir durch die Beschaffung von mobilen Luftreinigungsgeräten keinen Mehrwert – auch nicht im Sinne der Gesundheit unserer Schülerinnen und Schülern samt Lehrpersonal.

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