von Manfred Häffner

Bei der letzten GR-Sitzung ging es um die Badesaison 2022 am Heidesee. Zunächst begrüßen wir das Bekenntnis von BM Killinger, den See grundsätzlich weiterhin als Naturbad betreiben zu wollen. Die DLRG hatte signalisiert, dass sie nicht mehr in der Lage ist, Personal wie im bisherigen Umfang bereitzustellen. Die Verwaltung hatte daraufhin unter den bisher geltenden Rahmenbedingungen eine interne Kostenberechnung erstellt, welche Kosten bei Rekrutierung durch einen externen Anbieter zu Buche schlagen und kam insgesamt auf einen Betrag von ca. 85.000 € für einen zusätzlichen Personalankauf, um den See rechtssicher betreiben zu können. Darüber hinaus sollten nach der Verwaltungsvorlage noch ein Gutachten in Höhe von 10.000 € sowie die Anschaffung von Sicherheitsventilen für die Chorgasanlage in Höhe von 11.000 € beauftragt werden.

Die CDU Fraktion will diese Summen in Höhe von insgesamt ca. 106.000 € nicht ohne weiteres verausgaben und schlägt Handlungsansätze vor, diese Kostenpunkte zu reduzieren. Wir sehen den Heidesee in erster Linie als Familienbad, was wieder erkennbar deutlicher in den Blickpunkt gerückt werden soll. Unser Vorschlag zur Kostendämpfung der Personalkosten ist deshalb, die Öffnungszeiten außerhalb der Sommerferien auf 8 Stunden zu kürzen. Im Gegenzug sollten gerade unter dem Aspekt der Familienfreundlichkeit das Kinderplanschbecken und die Rutsche bereits zu Beginn des Saisonstarts ab den Pfingstferien – und nicht erst wie bisher nur in den Sommerferien - in Betrieb sein. Wasserrutsche und Kinderplanschbecken sind Alleinstellungsmerkmale, die andere Badeseen in unserer Region nicht vorweisen können. Diese Pluspunkte müssen genutzt werden, indem sie unter dem Aspekt der Familienfreundlichkeit die gesamte Badesaison und nicht erst ab den Sommerferien zum Nutzen unserer Badegäste zur Verfügung stehen. Dadurch würden auch die Attraktivität und die Optik in diesem zentralen Bereich deutlich verbessert. Bisher waren nämlich ab Beginn der Badesaison sowohl um das Wasserrutschenbecken als auch beim Kinderplanschbecken unansehnliche Bauzäune gestellt und das durch umherschwimmende Blätter getrübte Wasser nicht gesäubert. Außerdem sollte der Bereich um diese Attraktionen u.a. durch Instandsetzung der Holzterrasse zum Verweilen und Sitzen einladen und die Badegäste nicht wegen der beschriebenen Umstände abschrecken. Der Vorteil läge darin, dass für die Inbetriebnahme beider Wasseranlagen (im Gegensatz zu den Schwimminseln) keine qualifiziertes Personal – z.B. ein Rettungsschwimmer – gebraucht würde. Die Aufsicht könnte durch jede andere geeignete Person wahrgenommen werden. Während der Sommerferien sollen dann auch die Schwimminseln betrieben und die Öffnungszeiten auf 10 Stunden erweitert werden.

Wir glauben mit diesem Konzept für einen Übergang von 1-3 Jahren ein zwar reduziertes aber attraktives Angebot für die Badegäste zustande zu bringen, bevor dann ein endgültig neues Konzept für den Heidesee umgesetzt werden kann.

Unserer Vorschläge in Kurzform:
1. Reduzierung der Personalkosten durch Kürzung der Öffnungszeiten auf 8 Stunden außerhalb der Sommerferien.
2. Steigerung der Attraktivität um den Bereich des Kinderplanschbeckens, der Rutsche durch Inbetriebnahme ab Saisonstart und optische Aufwertung dieses zentralen Bereichs durch Instandsetzung der Holzterrasse.
3. Zusätzliche Inbetriebnahme der Schwimminseln während der Sommerferien und Erweiterung der Öffnungszeiten auf 10 Stunden.

Die Beauftragung eines Gutachtens (10.000 €) sowie die Beschaffung der Sicherheitsventile (11.000 €) wurden durch den GR abgelehnt.

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